Hundeprivatschule
Meine Arbeitsweise.
„Es ist ein Unterschied, ob ein Hund seinem Menschen folgt — aus Angst wegen eines Fehlers bestraft zu werden, oder ob der Mensch der attraktive Mittelpunkt im Leben seines Hundes ist."
Dieser Satz umschreibt meine Art des Umgangs mit Hunden — sowohl privat als auch als Hundetrainerin. Wer ihn so für sich und seinen Hund mittragen kann, wird sich in meinem Training wiederfinden und wohlfühlen.
Mein Training findet in der realen Umwelt Ihres Hundes statt — in Einzelfällen auch bei mir auf dem Platz. Ich besuche Sie zu Hause, es erfolgt eine gründliche Anamnese während des Erstgespräches.
Wir legen das Ausbildungsziel fest. Ich berücksichtige Ihre Wünsche mit den geistigen und körperlichen Voraussetzungen Ihres Hundes. Nachdem wir krankheits- bzw. schmerzinduziertes Verhalten ausschließen konnten, erarbeite ich einen individuellen Trainingsplan — nie starr, immer an die Gegebenheiten angepasst.
Ich arbeite über klassische und operante Konditionierung, das Trainieren von Alternativverhalten, positive Verstärkung über sekundäre und primäre Verstärker (Markerwort / Klicker / Target), konditionierte Entspannung, Pendeltraining, geistigen Ausgleich über Kopfarbeit und Impulskontrolle.
Sie lernen eine klare Kommunikation über bewussten Einsatz von Körpersprache und zuverlässige, positiv trainierte Hörsignale.
Unser gemeinsames Training besteht aus sich ergänzenden Bausteinen, die leicht umsetzbar sind. Wir arbeiten ruhig und ohne Stress — meine Aufmerksamkeit liegt immer darauf, dass weder der Hund noch sein Mensch überfordert werden.
Es gibt genügend Freiraum für Fragen. Jede erarbeitete Lektion liegt Ihnen auch schriftlich vor. Mit Ihrer Genehmigung nehme ich zu Beginn des Trainings eine kurze Videosequenz auf — so können wir später den gemeinsamen Trainingsfortschritt sehen.
Das frühe Erkennen einer potenziell stressigen Situation gibt Ihnen die Möglichkeit, Ihren Hund nicht in diese Konfliktsituation zu bringen — und ihn, wenn es doch passiert, nicht allein mit der Auflösung zu lassen, sondern aktiv eingreifen zu können. Das nimmt Ihnen das Gefühl der Ohnmacht und gibt Ihrem Hund Sicherheit, weil er sich auf Sie verlassen kann und darf.
Damit finden wir genug Möglichkeiten, Situationen zu erkennen, zu intervenieren und Alternativen zu dem unerwünschten Verhalten anzubieten und als neuen Ausweg in ähnlichen Konflikten zu verknüpfen.
Grundsätze
Keine Rasselisten — nur Verhalten.
Ich lege keinen Wert auf rassespezifische Klassifizierungen. Es würde meiner Arbeit im Weg stehen, einen Hund auf seine eventuellen Rassepräferenzen zu reduzieren. Wichtig ist, problematisches Verhalten zu erkennen — fernab von Vorurteilen.
„Man sieht immer nur das, was man erwartet zu sehen."
Ich lehne jedes Mittel ab, das dazu geeignet ist, beim Hund einen Schmerzreiz oder Meideverhalten hervorzurufen — darunter alle Starkzwangmittel, Sprühhalsbänder, Fischer Discs, Wurfketten, Sprühflaschen, Erziehungsgeschirr, Halti, Leinen ohne Zugstopp, ebenso strafende Handlungen wie Nackenschütteln, Leinenruck, „Alphawurf“, Ohrenzwicken oder Schnauzgriff.
Schwerpunkte der Privatschule
Themen, an denen wir gemeinsam arbeiten.
Vier große Bereiche stehen im Mittelpunkt des Einzeltrainings — vom Alltagsverhalten bis zu tiefgreifenden Angst- und Aggressionsthemen.
Ihr Hund zeigt im Zusammenleben mit Ihnen unerwünschtes Verhalten?
- ›Ziehen an der Leine
- ›Anspringen und Betteln
- ›Bellen
- ›Jagen
Jeder Hund möchte seinem Menschen gefallen. Er macht nichts mit Absicht, sondern verhält sich nach dem, was er kennt oder womit er für sich Erfolg hatte. Es gibt verschiedene Wege, unerwünschtes Verhalten zu ändern — wichtig sind klare Anweisungen und ein Alternativangebot, das wir dann bestätigen.
Wir lösen gemeinsam Ihr Problem.
Ihr Hund hat Angst:
- ›vor Gewitter, Geräuschen, Silvester
- ›vor Menschen, Artgenossen oder anderen Tieren
- ›allein zu Hause
- ›Schwierigkeiten beim Autofahren
Angst und Unsicherheit sind ein weit verbreitetes Thema. Ich erkläre Ihnen, wie Sie erste Anzeichen erkennen, welche Ursachen verantwortlich sind und welche Möglichkeiten es gibt, Ihrem Hund mehr Sicherheit und Selbstvertrauen zu geben.
Angst vs. Furcht
Angst ist zunächst ein notwendiger, normaler Affekt. Eine Angststörung (phobische Störung) liegt vor, wenn übertriebene unspezifische Angst oder konkrete Furcht vor einem Objekt bzw. einer Situation besteht. Furcht bezeichnet eine spezifische Angst (z. B. vor Autos, Personen, Gegenständen); von Angst spricht man bei Situationen, die nicht eingeordnet werden können — zum Beispiel Gewitter.
Hunde, die lange Zeit isoliert gelebt haben, leiden unter einem typischen Mangelsyndrom — Verhaltensstörungen ohne organpathologische Veränderung. Dazu zählen:
- ›Soziale Deprivationsstörung — kein oder nur geringer Kontakt zu Artgenossen und Menschen, führt zu Meideverhalten, Flucht oder defensiver Aggression (Angstbeißer).
- ›Mangel an Umweltreizen — besonders Schreckhaftigkeit, Fluchtreaktion oder Bewegungsstereotypen sind die Folge.
Besonders ausgeprägt ist das bei Hunden, deren Welpenzeit reizarm war — häufig ehemalige Zuchthündinnen, Zwingerhunde oder Hunde, die zu lange „nur im Garten" gelebt haben. Sie fürchten sich vor vielem und können sich neuen Umgebungen nur schwer anpassen, lernen meist langsamer und generalisieren selten von einem Reiz auf den anderen.
Ich finde mit Ihnen heraus, welche Ursachen dahinter stecken — und wie Sie Ihrem Hund mehr Selbstvertrauen und Lebensqualität geben können.
Aggressives Verhalten ist Bestandteil des normalen Ausdrucksverhaltens eines jeden Hundes. Aber was ist normal — wann ist ein Hund aggressiv und wann wird er gefährlich?
- ›Leinepöbeln, Raufen
- ›Zähnefletschen am Gartenzaun
- ›Aggression gegen Menschen (Schnappen, Beißen)
- ›Ressourcenverteidigung (Sofa, Futter, Haus, Spielzeug)
- ›Statusbedingte Aggression
- ›Sozial motivierte Aggression (mein Frauchen / Herrchen)
- ›Umgelenkte und umadressierte Aggression
- ›Angstaggression
- ›Erlernte Aggression
Ich erkläre Ihnen, warum Ihr Hund aus bestimmten Anlässen aggressiv reagiert, wie erste Anzeichen erkannt werden, wie man richtig reagiert und welche Schutzmaßnahmen für Mensch und Tier möglich sind — und zeige Wege, wie Aggressionen vorgebeugt werden können, damit sie gar nicht erst entstehen.
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Erstgespräch bei Ihnen zu Hause — ich höre zu, beobachte Ihren Hund und wir legen gemeinsam fest, wohin die Reise geht.